Da der Sommer hier offiziell verabschiedet wurde und wir schon wieder auf Winterzeit umgestellt haben, musste die verbleibende regenfreie Zeit ausgenutzt werden um noch etwas zu unternehmen bevor der Winter entgueltig einsetzt (ich hoffe ja noch, dass das Wetter in den Osterferien - midsemester break auch noch etwas Sonne hergibt ...). Also haben wir (Anja, Julia, Mareen, Christoph, Rao & /me) am letzten WE einen Van gemietet um das Tongariro Crossing zu machen.
Das Tongariro Crossing ist laut Lonely Planet (2004) "the finest one-day walk in NZ" und man soll dafuer ca. 8h benoetigen. Dementsprechend haben wir dann auch geplant: Start 8.00am ein paar Stunden wandern, dazu noch ein kleiner side-trip auf Mt Ngauruhoe (2287m) und dann gemuehtlich noch den Rest bis zum Parkplatz laufen ...
Soweit die Theorie. Gekommen ist es natuerlich ganz anders. Zuerst haben wir mit zwei anderen Backpackern die wir im world-wide-web getroffen haben ausgemacht, dass wir uns gegenseitig von Start- zu Zielparkplatz (bzw. umgekehrt) fahren, damit uns den shuttle bus sparen. Am Zielparkplatz haben wir dann auch zwei aufgegabelt, die zum Start wollten, aber kurz bevor wir angekommen sind hat beim Christoph das Handy geklingelt und die "richtigen" Backpackers haben angerufen, wo wir denn waeren ... kurzum wir haben die falschen Leute mitgenommen :) und der gute Empfang (noch) unten im Tal tat sein uebriges dazu. Die "falschen" wollten uns dann wieder zurueckfahren nach dem Crossing und die "richtigen" auch mitnehmen (die haben wir dann am Start noch getroffen), nur waehrend des Crossings haben die "Richtigen" wohl beschlossen umzukehren, sind dann aber doch bis zum Ende gegangen und die "Falschen" haben gefragt wo wir bleiben wuerden oder auch umgekehrt? Auf jeden Fall sollte am Ende keiner da sein, der uns von Ende->Start faehrt um wieder zum Van zu kommen, aber mehr dazu spaeter.
Jedenfalls haben wir uns dann um 9.00am doch noch mit vielen Touris unter brennender Sonne auf den Weg gemacht und nach einer Stunde kam auch schon der erste grosse Anstieg, danach sind fast alle Touris weiter gelaufen und ein paar waagemutige sind uebrig geblieben um Mount Ngauruhoe, besser bekannt unter dem Namen Mount Doom (LOTR), zu besteigen - zu denen haben wir natuerlich auch gehoert. Anfangs haben wir den Fehler gemacht, dass wir versuchten den "sichtbaren" Pfaden ueber loses Gestein und Geroell zu folgen, die wie sich herausstellte durch den Abstieg entstanden sind. Also die Seite des Berges gewechselt (zu dem Zeitpunkt hatte Anja schon aufgegeben, Maureen ist erst gar nicht mit hoch) um nach dem kraftzehrendem Kampf mit dem Geroell auf festerem Untergrund sich weiter Richtung Gipfel vorzukaempfen. Nach ca. zwei Dritteln wurde die Last des Ringes sozusagen immer schwerer ... keine 10 Meter vorkaempfen ohne laengere Pause, es wurde zur Qual, aber es half ja alles nichts, wir mussten hoch, mussten es beenden, koste es was es wolle. Aber es war beruhigend zu sehen, dass es allen so ging wie uns und wir nicht zu schwach waren fuer Mt Doom - hoechstens der Berg zu stark fuer uns ;) Nach einer nicht endeten Ewigkeit, staendig das ferne nicht naeherrueckende Ziel vor Augen habend, haben wir dann letztendlich doch noch den Gipfel erreicht. Der Ausblick hat aber fuer die Strapazen entschaedigt! Auf der einen Seite die Emerald Lakes und der Kratersee mit Lake Taupo im Hintergrund und auf der anderen Seite der schneebedeckte Gipfel von Mount Ruapehu. Lediglich die brodelnde Lawa im Krater hat gefehlt :( Zuerst haben wir aber eine Pause eingelegt und uns nach dem muehsamen Aufstieg gestaerkt - Gutmann aus good old Germany :D
Nachdem wir den Krater einmal umrundet haben, haben wir uns wieder auf den Weg nach unten gemacht, der im Gegensatz zum Aufstieg schnell ging. Wie beim Surfen den Berg hinuntersliden, wir mussten nur aufpassen, dass wir das Gleichgewicht halten und keine groesseren Steine aufm Weg waren, ansonsten waere es wohl boese ausgegangen ... unten angekommen mussten wir erst einmal feststellen, dass die anderen schon weiter gegangen sind und wir fast kein Wasser mehr hatten - und noch 5-6h in der Sonne vor uns, zudem hatten unsere Fuesse dem Berg Tribut gezollt - trotz Hiking Shoes (ich hoff mal das vergeht wieder...). Rao wollte schon aufgeben und zurueck zum Auto, aber wir haben uns dann doch dazu entschlossen das Crossing zu beenden. Die naechsten beiden Anstiege waren dann noch richtig schwer, da wir einfach kaputt waren - und so einige von uns haben sich gewuenscht im Backpackers mit einem kuehlen Bier vor der Glotze zu sitzen - aber auch die haben wir letztendlich gemeistert und danach gings zum Glueck fast nicht mehr bergauf. Auf dem Weg kamen wir jetzt am Red Crater, den Emerald Lakes und dem Blue Lake vorbei, die wir schon vom Gipfel des Mt Doom gesehen haben und nach gut der Haelfte des Weges hatten wir auch kein Wasser mehr. Zum Glueck kam aber ca. 2h vor Ende noch eine Huette, wo wir unser Trinkwasser nachfuellen konnten. Der restliche Weg zum Parkplatz sind wir dann im Eiltempo angegangen, auch weil es schon dunkel wurde und wir durch Wald mussten, haben es aber noch geschafft bevor es komplett dunkel war. Am Parkplatz angekommen mussten wir aber feststellen, dass weder die "richtigen" noch die "falschen" Backpacker da waren um uns zum Auto zurueckzufahren, aber Anja hat auf dem Weg jemanden getroffen, der jemanden von uns zum Startparkplatz gefahren hat, von wo aus Christoph und Julia uns abgeholt haben .oO(hab ich vergessen zu sagen, dass schon bei der Hinfahrt das Tanklaempchen aufgeleuchtet hat?). Trotz schlimmster Befuerchtungen haben wir es aber doch noch durch "spritsparende" Fahrweise bis zur naechsten Tankstelle geschafft und sind wohlbehalten (bis auf diverse Verletzungen, kaputte Fuesse, verstauchte Knoechel, verbrannte Ruecken, Arme, Beine, Koepfe) im Backpackers angekommen und haben fuer unser leibliches Wohl gesorgt.
Am Sonntag haben wir uns dann schon wieder auf den Heimweg gemacht, Rao war in Taupo noch Bungy Jumping, waehrend Anja bei den Craters of the Moon wandern war. Danach waren wir noch im Kerosine Creek (hot water springs) zwischen Taupo und Rotorua baden und spaeter schon auf dem Pfad zu den Wairere Falls, aber da ist es schon wieder dunkel geworden und wir sind umgekehrt und haben uns auf den Heimweg gemacht.
Summa summarum: Frueher los das naechste mal .o0(wieder mal), besser planen und bessere Fuesse das naechste mal mitnehmen ;)
Soweit die Theorie. Gekommen ist es natuerlich ganz anders. Zuerst haben wir mit zwei anderen Backpackern die wir im world-wide-web getroffen haben ausgemacht, dass wir uns gegenseitig von Start- zu Zielparkplatz (bzw. umgekehrt) fahren, damit uns den shuttle bus sparen. Am Zielparkplatz haben wir dann auch zwei aufgegabelt, die zum Start wollten, aber kurz bevor wir angekommen sind hat beim Christoph das Handy geklingelt und die "richtigen" Backpackers haben angerufen, wo wir denn waeren ... kurzum wir haben die falschen Leute mitgenommen :) und der gute Empfang (noch) unten im Tal tat sein uebriges dazu. Die "falschen" wollten uns dann wieder zurueckfahren nach dem Crossing und die "richtigen" auch mitnehmen (die haben wir dann am Start noch getroffen), nur waehrend des Crossings haben die "Richtigen" wohl beschlossen umzukehren, sind dann aber doch bis zum Ende gegangen und die "Falschen" haben gefragt wo wir bleiben wuerden oder auch umgekehrt? Auf jeden Fall sollte am Ende keiner da sein, der uns von Ende->Start faehrt um wieder zum Van zu kommen, aber mehr dazu spaeter.
Jedenfalls haben wir uns dann um 9.00am doch noch mit vielen Touris unter brennender Sonne auf den Weg gemacht und nach einer Stunde kam auch schon der erste grosse Anstieg, danach sind fast alle Touris weiter gelaufen und ein paar waagemutige sind uebrig geblieben um Mount Ngauruhoe, besser bekannt unter dem Namen Mount Doom (LOTR), zu besteigen - zu denen haben wir natuerlich auch gehoert. Anfangs haben wir den Fehler gemacht, dass wir versuchten den "sichtbaren" Pfaden ueber loses Gestein und Geroell zu folgen, die wie sich herausstellte durch den Abstieg entstanden sind. Also die Seite des Berges gewechselt (zu dem Zeitpunkt hatte Anja schon aufgegeben, Maureen ist erst gar nicht mit hoch) um nach dem kraftzehrendem Kampf mit dem Geroell auf festerem Untergrund sich weiter Richtung Gipfel vorzukaempfen. Nach ca. zwei Dritteln wurde die Last des Ringes sozusagen immer schwerer ... keine 10 Meter vorkaempfen ohne laengere Pause, es wurde zur Qual, aber es half ja alles nichts, wir mussten hoch, mussten es beenden, koste es was es wolle. Aber es war beruhigend zu sehen, dass es allen so ging wie uns und wir nicht zu schwach waren fuer Mt Doom - hoechstens der Berg zu stark fuer uns ;) Nach einer nicht endeten Ewigkeit, staendig das ferne nicht naeherrueckende Ziel vor Augen habend, haben wir dann letztendlich doch noch den Gipfel erreicht. Der Ausblick hat aber fuer die Strapazen entschaedigt! Auf der einen Seite die Emerald Lakes und der Kratersee mit Lake Taupo im Hintergrund und auf der anderen Seite der schneebedeckte Gipfel von Mount Ruapehu. Lediglich die brodelnde Lawa im Krater hat gefehlt :( Zuerst haben wir aber eine Pause eingelegt und uns nach dem muehsamen Aufstieg gestaerkt - Gutmann aus good old Germany :D
Nachdem wir den Krater einmal umrundet haben, haben wir uns wieder auf den Weg nach unten gemacht, der im Gegensatz zum Aufstieg schnell ging. Wie beim Surfen den Berg hinuntersliden, wir mussten nur aufpassen, dass wir das Gleichgewicht halten und keine groesseren Steine aufm Weg waren, ansonsten waere es wohl boese ausgegangen ... unten angekommen mussten wir erst einmal feststellen, dass die anderen schon weiter gegangen sind und wir fast kein Wasser mehr hatten - und noch 5-6h in der Sonne vor uns, zudem hatten unsere Fuesse dem Berg Tribut gezollt - trotz Hiking Shoes (ich hoff mal das vergeht wieder...). Rao wollte schon aufgeben und zurueck zum Auto, aber wir haben uns dann doch dazu entschlossen das Crossing zu beenden. Die naechsten beiden Anstiege waren dann noch richtig schwer, da wir einfach kaputt waren - und so einige von uns haben sich gewuenscht im Backpackers mit einem kuehlen Bier vor der Glotze zu sitzen - aber auch die haben wir letztendlich gemeistert und danach gings zum Glueck fast nicht mehr bergauf. Auf dem Weg kamen wir jetzt am Red Crater, den Emerald Lakes und dem Blue Lake vorbei, die wir schon vom Gipfel des Mt Doom gesehen haben und nach gut der Haelfte des Weges hatten wir auch kein Wasser mehr. Zum Glueck kam aber ca. 2h vor Ende noch eine Huette, wo wir unser Trinkwasser nachfuellen konnten. Der restliche Weg zum Parkplatz sind wir dann im Eiltempo angegangen, auch weil es schon dunkel wurde und wir durch Wald mussten, haben es aber noch geschafft bevor es komplett dunkel war. Am Parkplatz angekommen mussten wir aber feststellen, dass weder die "richtigen" noch die "falschen" Backpacker da waren um uns zum Auto zurueckzufahren, aber Anja hat auf dem Weg jemanden getroffen, der jemanden von uns zum Startparkplatz gefahren hat, von wo aus Christoph und Julia uns abgeholt haben .oO(hab ich vergessen zu sagen, dass schon bei der Hinfahrt das Tanklaempchen aufgeleuchtet hat?). Trotz schlimmster Befuerchtungen haben wir es aber doch noch durch "spritsparende" Fahrweise bis zur naechsten Tankstelle geschafft und sind wohlbehalten (bis auf diverse Verletzungen, kaputte Fuesse, verstauchte Knoechel, verbrannte Ruecken, Arme, Beine, Koepfe) im Backpackers angekommen und haben fuer unser leibliches Wohl gesorgt.
Am Sonntag haben wir uns dann schon wieder auf den Heimweg gemacht, Rao war in Taupo noch Bungy Jumping, waehrend Anja bei den Craters of the Moon wandern war. Danach waren wir noch im Kerosine Creek (hot water springs) zwischen Taupo und Rotorua baden und spaeter schon auf dem Pfad zu den Wairere Falls, aber da ist es schon wieder dunkel geworden und wir sind umgekehrt und haben uns auf den Heimweg gemacht.
Summa summarum: Frueher los das naechste mal .o0(wieder mal), besser planen und bessere Fuesse das naechste mal mitnehmen ;)

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