Auckland

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So jetzt muss ich auch mal ueber Auckland schreiben, nachdem ich mich ja schon ueber die Uni ausgelassen habe ... die Leute hier sind fuer deutsche Verhaeltnisse aeusserst hoeflich und aufgeschlossen, auch wenn die Mitbewohner aus meiner Flat teilweise das Gegenteil behaupten (alles ist relativ ...).
Allgemein kann man sagen, dass hier die Leute etwas sophisticated sind und technisch gesehen meilenweit hinter dem westlichen Standard zurueck: Im Bus muss man teilweise noch an ner Leine ziehen, damit der Bus haelt und auf die Strasse springen, damit der Busfahrer auch erkennt, dass man mitfahren will, und haelt. In der Bank kennt man so etwas wie PIN und TANs nicht, man bekommt ein Passwort, mit dem man dann alles machen kann, was in Deutschland aus Sicherheitsgruenden undenkbar waere. Andererseits wird hier fast nur bargeldlos bezahlt, selbst wenn man in der Kneipe ein Bier bestellt wird mit ATM bezahlt und man gibt seine Geheimnummer ein, wobei aus Platzmangel ca. 5 Mann aussenrum die PIN, die man eintippt, sehen muessen. Ach ja apropos Sicherheit, hier hat so ziemlich jedes Haus eine Alarmanlage, in der Stadt kommt man in die grossen Hochhaeuser nur mit ner extra ID-Card rein, aber dass man die Alarmanlage auch aktivieren kann bzw. das Schliessen von Fenstern und Tueren zur Sicherheit beitragen koennte, darauf ist man hier noch nicht gekommen.

Essen kann man auch nicht mit Deutschland vergleichen - es gibt keine Kaesten, sondern das Bier ist in 6-Packs, 12-Packs oder 18-Packs verpackt (nur 0.33er Flaschen), es gibt keine Brezen und Weisswuerste, Weizen hab ich auch noch keins gesehen, zudem ist Alk um einiges teurer, v.a. Schnaps. So etwas aehnliches wie Wurst gibt es hier auch, jedoch ungeniessbar (einmal in der Woche gibts food4free in der Uni, organisiert von AuSM ner Studentenvereinigung, fuer die wir jedoch ein paar hundert Euro mit den Studiengebuehren ueberweisen mussten, und wenn man nicht aus NZ kommt, probiert man da nur einmal das Essen), Toast wird hier Brot genannt (letzteres gibt es hier offensichtlich nicht), die Preise im Supermarkt sind etwas teurer als in Dtl., dafuer kostet Fastfood nur die Haelfte (jedes BK Menue fuer ca. 3euro; 50 cent fuer nen zusaetzlichen Burger). Ach ja, hier wird auch Muell getrennt und zwar nach Recycling (Flaschen - Plastik und Glas) und aehm Restmuell halt, Zeitungen gehen auch noch extra glaub ich. Fuers Recycling ist eine blaue Box vorgesehen und fuern Rest ne ganz normale Muelltonne. Aufgrund der Tatsache, dass wir kein gewoehnlicher Haushalt sind, sondern einen leicht gehobenen Verbrauch an Glasflaschen haben, ist die kleine blaue Box fuer uns natuerlich viel zu klein und wir wissen nicht mehr wohin mit den Flaschen - siehe Bild ;)


Das Wetter ist hier atm noch ziemlich winterlich, d.h. es wird nachts extrem kalt, was man deutlich zu spueren bekommt, v.a. deswegen, weil es keine Heizung in NZ gibt und hier alle Haeuser aus Holz gebaut sind (ausser Hochhaeuser in der City). Es regnet teilweise die ganze Woche und wenn man 15mins im Regen gelaufen ist sind die Schuhe komplett durchweicht, weil hier alles ziemlich huegelich ist und das Wasser irgendwie immer Richtung Schuh laeuft. Man weiss auch nie wann man Waesche waschen soll und selbige braucht auch ewig zum Trocknen, aber wenn die Sonne mal rausschaut, dann wirds schoen warm, dass man es fast nur im t-shirt aushaelt. Ich hoff mal dass es hier langsam waermer wird und der Sommer so allmaehlich kommt (dauert aber angeblich noch, erst im Dezember/Januar soll der Regen aussetzen und es so richtig Sommer sein).

Noch was lustiges: In der Bank gibt es so eine Art Gefechtsbeutel zum Einzahlen, also wenn man mal keine Zeit hat sich in der Bank in die 1-Mann Schlange einzureihen, kann man so nen Beutel entsprechend beschriften und in ne Art Briefkasten einwerfen:


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This page contains a single entry by ritschi published on August 16, 2006 7:26 AM.

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